Geweihschnecke - Clithon diadema

geschrieben von  Maike Wilstermann-Hildebrand
Deutscher Name:
Geweihschnecke
Wissenschaftlicher Name:
Clithon diadema
Herkunft / Verbreitung:
indopazifischer Raum, Salomonen. Resttümpel und Brackwasserbereich.
Beschreibung:
Durch ihre Dornen und der äußerst variablen Färbung sehr interessante Tiere. Größe bis etwas 2 cm ohne Stacheln.
Geschlechtsunterschiede:
Männchen mit Penis, der aber nur bei der Paarung sichtbar.
Größe der Weibchen in mm:
bis etwa 20 mm ohne Dornen
Größe der Männchen in mm:
bis etwa 20 mm ohne Dornen
Schlüsselmerkmale:
Die Unterscheidung der Clithon-Arten ist schwierig und sicher nur an Hand der inneren Anatomie möglich. Charakteristisch für C. diadema ist der gelbe Zapfen an der Innenseite des Gehäusedeckels.
Alterserwartung:
vermutlich etwa 8 bis 15 Jahre
Wassertemperatur:
22 - 28 °C
Härte:
> 3 °KH
PH-Wert:
6-7,5
Beckengröße:
ab 12 l
Beckeneinrichtung:
Die Tiere weiden Algen von allen Oberflächen und beschädigen dabei keine Pflanzen. Sie können als Algenvernichter in Gesellschafts-, Barsch- und Pflanzenbecken gehalten werden.
Futter:
Algenaufwuchs, Futtereste
Verhalten:
Friedliche Tiere, die ständig Algen von den Scheiben und der Einrichtung abschaben.
Vergesellschaftung:
Mit allen nicht schneckenfressenden Tieren. Das harte Gehäuse, der Deckel und die Dornen sind allerdings ein guter Schutz gegen Fische.
Art der Vermehrung:
Es werden viele Eier zusammen in einem Kokon eingeschlossen und auf einem harten Substrat abgelegt. Nach eingen Wochen schlüpfen schwimmende Larven, die zur weiteren Entwicklung ins Brack- und Salzwasser verdriften.
Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
mehrere Kokons mit wahrscheinlich jeweils mehr als 50 Eiern
Häufigkeit der Vermehrung:
regelmäßig Kokons im Aquarium
Zucht:
Die Nachzucht ist wegen der unbekannten Anforderungen der Larven an Wasser und Nahrung bisher nicht möglich.
Bemerkungen:
Sehr gute Schnecke als Algenvertilger.
Literatur:
A. Haynes (2005): An evaluation of members of the genera Clithon Montfort, 1810 and Neritina Lamarck 1816 (Gastropoda: Neritidae).- Molluscan Research 25(2), 75-84

A. Haynes (2001 a): Freshwater Snails of the Tropical Pacific Islands.- Institute of Applied Science, Suva, Fiji

F. Starmühlner (1993): Ergebnisse der österreichischen Tonga-Samoa Expedition 1985 des Instituts für zoologie der Universität Wien: Beitrage zur Kenntnis der Süß- und Brackwasser-Gastropoden der Tonga- und Samoa-Inseln (SW-Pazifik).- Ann. Naturhist. Museum Wien 94/95 B 217-306

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