Prachtflusskrebs - Cambarus (Hiaticambarus) speciosus

geschrieben von  Friedrich Bitter
Letzte Änderung am 05.03.2017 von Kai A. Quante
Deutscher Name:
Prachtflusskrebs
Wissenschaftlicher Name:
Cambarus (Hiaticambarus) speciosus
Beschrieben von, am:
Hobbs, 1981
Herkunft / Verbreitung:
Zuflüsse des Coosawattee River , Georgia, USA
Beschreibung:

Größer werdende Art, Farb- und Zeichnungsmuster siehe Fotos. In seinem Verbreitungsgebiet ist der Krebs nur mäßig variabel.

Geschlechtsunterschiede:

Eindeutig durch die Gonopoden an der Körperunterseite (Männchen). Männchen in der Fortpflanzungsphase außerdem farbiger und mit anderer Scherenform.

Größe der Weibchen in mm:
90 mm (Körperlänge ohne Scheren)
Größe der Männchen in mm:
90 mm (Körperlänge ohne Scheren)
Alterserwartung:
> 4 Jahre
Wassertemperatur:
8-25 °C
Härte:
5-20° dGH
PH-Wert:
6,5 - 8,2
Beckengröße:
100x50 cm Bodenfläche für 1 Paar
Beckeneinrichtung:

Grober Sand oder Kies als Bodengrund. Ton- oder Plastikröhren als Versteckmöglichkeiten, außerdem Steine und Steinplatten sowie Moorkienholz zur Strukturierung des Aquariums.

Futter:

Allesfresser; besonders gern gefrostete Rote Mückenlarven. Nimmt auch Granulat- und Tablettenfutter. Falllaub von Eiche, Buche und Erle.

Verhalten:

Trotz der Größe recht friedlich untereinander. Trotzdem sollten Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Besonders ausgewachsene Tiere benötigen nach der Häutung oft mehrere Tage, bis der Panzer wieder ausgehärtet ist.

Vergesellschaftung:

Fische der mittleren und oberen Wasserbereiche. Zwerggarnelen.

Art der Vermehrung:

Fortpflanzungszeit überwiegend im späten Frühjahr, teilweise Herbst bis Winter. Tragezeit der Weibchen etwa 4 bis 5 Wochen, anschließend noch bis zu 3 Wochen Betreuung des Nachwuchses.

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
Bei erwachsenen Weibchen > 100.
Häufigkeit der Vermehrung:
1 bis 2 Bruten pro Jahr.
Zucht:

Am besten Gruppenansatz. Weibchen mit Eiern werden separiert. Bis zum Schlupf der Brut wird kaum etwas gefressen, Eichenblätter reichen hier meist aus. Sobald die Jungen von der Mutter steigen, sollte zugefüttert werden.

Bemerkungen:

Wird in den USA bisweilen mit Cambarus (H.) manningi verwechselt.

Literatur:

Hobbs, H.H., Jr., 1981. The crayfishes of Georgia: Smithsonian Contributions to Zoology, no. 318.

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