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Macrobrachium sp. „Borstenhand“ – Borstenhand-Garnele
Borstenhand-Garnele (Macrobrachium sp. Borstenhand)
Handelsname
Borstenhand-Garnele
Wissenschaft­licher Name
Macrobrachium sp. Borstenhand
Identifikation
P19
Geschlechts­unterschiede
Männchen wesentlich größere Scheren
Größe der Weibchen in mm
50
Größe der Männchen in mm
60
Härte
scheint hartes wasser über 15° gh zu benötigen
Futter
vorzugsweise tierische nahrung. fängt bei mir fische bis 3 cm
Vergesell­schaftung
Mittlerweile muß ich meine Aussage, sie seien Pflanzenfresser doch deutlich revidieren. Pflanzentabletten werden verschmäht, besonders gerne werden lebende Wasserflöhe, Artemia und Mückeblarven gejagt. Ich habe mehrmals "Testfische" mit eingesetzt, zb ein Paar kleine Guppies ca 4 cm, danach Platies mit ca 3 cm. Jedesmal waren die Fische nach ein paar Tagen restlos verschwunden.
Zucht
scheint hartes wasser zu benötigen. ich konnte in meinem weichen wasser (1 kh, 3 gh) nur ganz vereinzelt junge durchbringen, während nach telefonischer auskunft im harten wasser über 15 gh ca 80 junge die regel sind.
Bemerkungen
Meine "Neuen", leider hab ich nur 2 Männchen und ein Weibchen, gehören zum spezialisierten Fortpflanzungstyp und scheinen nicht größer als ca 5 cm zu werden. Das Weichen saß auch schon mit Eiern im Ablaichkasten. Aber so ist es mir nicht gelungen, Junge aufzuziehen. Daraufhin habe ich das Weibchen in dem Becken mit den Männchen belassen und stark mit Hornkraut und Javamoos bepflanzt. Mittlerweile habe ich die ersten Junggarnelen entdeckt, die größte ca 1,5 cm, so 5-6 kleinere mit ca 1 cm. Ich werde das nächste mal versuchen, das Weibchen mit den Eiern in ein ähnlich großes und vergleichbar eingerichtetes Aquarium zu überführen. Evtl ist dann die Ausbeute besser.

Die abgebildeten Tiere gehören zur Artengruppe um Macrobrachium pilimanus. Diese Tiergruppe ist von Südchina über Myanmar und Tahiland bis nach Malaysien verbreitet. Gemeinsames Merkmal dieser Gruppe ist die einseitig stark vergrößerte Scher bei adulten Männchen, die mit steifen Haaren bedeckt ist. Der Carpus (das Scherenglied hinter der Schere) ist tassenförmig und kurz, ein Merkmal, das alle Tiere dieser Artengruppe von den ebenfalls aus dieser Region stammenden Chamäleongarnelen (M. lanatum und M. scabriculum) unterscheidet. Im Gegensatz zu diesen beidne Arten lassen sich alle Vertreter der pilimanus Artengruppe in Süßwasser vermehren.

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