Pacifastacus leniusculus - Signalkrebs

geschrieben von  Brigitte Cobb
Letzte Änderung am 27.09.2017 von Chiara Glaß
Deutscher Name:
Signalkrebs
Wissenschaftlicher Name:
Pacifastacus leniusculus
Beschreibung:

Der Signalkrebs stammt ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas und wurde bei uns in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts eingebürgert. Er ist ein großwüchsiger Krebs der unserem Edelkrebs im Körperbau ähnelt. Sein massiger Körper ist nicht bedornt. Auch die Scheren sind glatt. Die Farbe ist normalerweise ein helles Braun.
Die Scheren des Signalkrebses sind breit und groß (besonders bei den Männchen). Die Unterseite der Scheren ist wie beim Edelkrebs leuchtend rot gefärbt, an der Oberseite sind aber die auffallenden weißlich hellblauen Signalfelcke an den Scherengelenken nicht zu übersehen.
Männliche Signalkrebse können über 15 cm Körperlänge und mehr als 200 Gramm Gewicht erreichen. Weibchen bleiben deutlich kleiner.
Der Signalkrebs hat zwei Postorbitalknoten.

Futter:

Allesfresser, je nach Lebensalter, Wassertemperatur und natürlich dem vorhandenen Angebot mehr herbi- oder carnivor. Verwertet alles organische Material in einem Gewässer.

Art der Vermehrung:

Bei sinkenden Wassertemperaturen im Herbst erfolgt die Paarung. Dabei werden die Weibchen von den Männchen mit den Scheren festgehalten und auf den Rücken oder in Seitenlage gedreht. Die Weibchen sind bei Paarungsbereitschaft kooperativ, so daß auch weitaus kleinere Männchen in der Lage sind, körperlich überlegene Weibchen zu begatten. Bei dieser Begattung heften die Männchen mit ihren „Gonopoden“ kleine weiße, etwa 1 mm starke stäbchenförmige Spermatophoren an den Weibchen an. Diese sind meist ventral zwischen den letzten Schreitbeinen oder am Schwanzfächer zu finden.
Paarung: Okt. – Nov.
Eiabstoss: Stunden bis 14 Tage nach Paarung
Schlupf der Larven: Mai
Jungkrebse: nach ca. 10 Tagen

Bemerkungen:

Lebensweise:
Hauptsächlich Dämmerungs- und Nachtaktiv, aber fallweise (z.B. bei Nahrungsmangel) auch tagsüber.

Habitat:
Lebt hier bei uns in Gewässern, die früher vom Edelkrebs besiedelt wurden. Hat ähnliche Ansprüche wie dieser, lebt in Fließ- und Stillgewässern. Erträgt etwas höhere Temperaturen als der Edelkrebs ( mehr als 25°C) Gräbt sich Wohnhöhlen. Diese werden in den Uferböschungen angelegt oder aber unter Steinen und Wurzeln. Große Exemplare gehen in großen Gewässern oft ins Tiefenwasser und verbringen dort den Tag, ohne einen Unterschlußf aufzusuchen. Höhere Toleranz gegenüber chemischer und organischer Verschmutzung der Gewässer als unsere heimischen Krebse.

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