Home » Artendatenbank » Krebse » Procambarus clarkii – Roter amerikanischer Sumpfkrebs
Procambarus clarkii – Roter amerikanischer Sumpfkrebs
Roter amerikanischer Sumpfkrebs (Procambarus clarkii)
Handelsname
Roter amerikanischer Sumpfkrebs
Handelsname (Synonyme)
Louisiana-Flusskrebs, Louisianakrebs
Wissenschaft­licher Name
Procambarus clarkii
Beschreiber
Girard, 1852
Beschreibung

Farbenfroh. Körper nicht bedornt, dunkelrot bis schwarz.Scheren mit leuchtend roten Dornen besetzt. 1 Postorbitalleiste.


Der rote amerikanische Sumpfkrebs stammt ursprünglich aus dem Süden der USA (Hauptgebiet Louisiana) und wurde in Europa erstmals 1973 in Spanien ausgesetzt. Er ist ein schnellwüchsiger Krebs dessen Carapax höher als breit ist. Die Scheren sind schlank und fast drehrund, mit unzähligen leuchtend roten Dornen besetzt. Die Farbe ist normalerweise ein dunkles Rot das bis ins Purpur oder fast ins Schwarz gehen kann. Es gibt aber auch blaue und fast orange Tiere mit allen Abstufungen dazwischen.
Die Louisiana Sumpflkrebse werden selten über 12 cm groß. Trotz ihrer geringen Größe sind sie die meistproduzierten Speisekrebse der Welt.
Der amerikanische Sumpfkrebs hat nur eine Postorbitalleiste.

Geschlechts­unterschiede

Männchen mit Gonopodien und größeren Scheren

Größe der Weibchen in mm
120
Größe der Männchen in mm
120
Wasser­temperatur
5 - 30 Grad C. An europäische Winter adaptiert
Beckengröße
100 Liter für 2 Tiere (bei guten Versteckmöglichkeiten)
Futter

Allesfresser


ASp.:


Als Jungtiere bevorzugt diese Edelkrebsart vorrangig tierische Nahrung, wie nicht selten Artgenossen. Nach Erreichen des adulten Stadiums wandelt sich der Hauptanteil des Futters hin zu solchem pflanzlichen Ursprungs. Dabei macht das Tier auch vor der Aquarienbepflanzung nicht Halt!

Verhalten

nach Eingewöhnung zutraulich und neugierig. Tagaktiv. Ausbruchskünstler!

Vergesell­schaftung

auch mit kleinen Fischen, sogar mit Grundeln. Erbeutet keine lebenden Fische, dafür aber Artgenossen.

Art der Vermehrung

Weibchen trägt 150 - 200 Eier, etwa 3 - 4 Wochen


Im ursrpünglichen Verbreitungsgebiet ein Sommerbrüter (während der Trockenzeit) Hier in Europa völlig umgestellt und zum Winterbrüter geworden. Bei hohen Temperaturen können mehrere Bruten pro Jahr stattfinden. Sind an keine Jahreszeit gebunden. Die Eier entwicklen sich bei 10° C ebenso wie bei 25°C !!!!
Paarung: wann immer er will
Eiabstoss: Stunden bis wenige Tage nach Paarung
Schlupf der Larven: je nach Paarungszeitpunkt und Wassertemperatur

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl
100 - 200. Fressen sich gegenseitig auf.
Bemerkungen

Handelsnamen: RoterLobster/Hummer, Süßwasserhummer Bewohnt regelmäßig überschwemmte Gebiete, Flüsse, teiche, Seen,Wiesen (!), Sümpfe. Überdauert eingegraben lange Trockenperioden. Vermehrtsich rasch! Übeträger der Krebspest.
Bedeutender Speisekrebs!


Lebensweise:
Immer aktiv, da ursprünglich ein Warmwasserkrebs. Hat sich aber auch an die klimatischen Verhältnisse in Europa (auch Nordeuropa) angepasst und erträgt tiefste Temperaturen.


Habitat:
Lebt ursprünglich in Gewässern des Tieflandes, in Sümpfen und großen Strömen, auch in semipermanenten Gewässern! Hat geringste Ansprüche an Sauberkeit und Sauerstoffgehalt (lebt auch in gedüngten und gespritzen Reisfeldern!) Erträgt hohe Wassertemperaturen und auch Austrocknung der Gewässer. Gräbt sich dann sehr tiefe und komplexe Wohnhöhlen. Zerstört dadurch auch Dämme! Man nahm an, daß diese Krebsart in Mittel- und Nordeuropa im Freiland nicht überleben kann. Dies hat sich leider nicht bewahrheitet. Es gibt bereits einige reproduzierende Populationen auch in Deutschland und der Schweiz. Aus Österreich ist uns derzeit (1999) noch keine Freisetzung bekannt. Diese Krebsart hat ein sehr aggressives Ausbreitungsverhalten!


ASp.:


ACHTUNG! Handel und Vermehrung dieser Art sind in der EU verboten! Aufgrund der extrem invasiven Verbreitung, der Verdrängung einheimischer Spezies sowie der leichten Übertragung der Krebspest auf europäische Arten, soll die Möglichkeit der weiteren Ausbreitung verhindert werden. 


Ein Aussetzen der Procambarus clarkii ist strengstens untersagt! Eine Haltung im Freien, wie zum Beispiel in Teichen, sollte aufgrund eines möglichen Ausbruchs auf keinen Fall erfolgen.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert