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Neocaridina davidi var. „Bloody Mary“ – Bloody Mary Zwerggarnele
Bloody Mary Zwerggarnele (Neocaridina davidi var. Bloody Mary)
Handelsname
Bloody Mary Zwerggarnele
Handelsname (Synonyme)
Bloody Mary Rückenstrichgarnele; Bloody Mary Sakura; Red Wine Sakura
Wissenschaft­licher Name
Neocaridina davidi var. Bloody Mary
Beschreiber
Urform Neocaridina davidi (Algengarnele) Bouvier, 1904
Identifikation
flächige, dunkelrote Färbung, vergleichsweise kurzes Rostrum
Beschreibung

Die Bloody Mary ist eine relativ neue Zuchtform. Sie wurde mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Schoko Sakura herausgezüchtet und ähnelt im Verhalten allen anderen Neocaridina davidi Varianten sehr.


Diese Zwerggarnele verfügt über eine leuchtend dunkelrote und flächige Körperfärbung. Je nach Selektion des Züchters sind verschiedene Grade der Farbverteilung möglich (siehe N0 bis N5), wobei zum Beispiel die Beine transparent-weißlich bis ebenfalls voll durchgefärbt erscheinen können.


 

Geschlechts­unterschiede

Die Männchen sind in der Regel von schmalerer Statue und nicht so leuchtend gefärbt wie die weiblichen Tiere.


Weibchen sind häufig am Eifleck im Nackenbereich, an einem hellen Streifen auf dem Rücken und an einem gedrungeneren, fülligeren Körperbau zu erkennen. Außerdem werden diese in der Regel etwas größer.

Größe der Weibchen in mm
30
Größe der Männchen in mm
25
Alters­erwartung
ca. 2 Jahre
Wasser­temperatur
16-26°C / optimal: 20-24°C
Härte
GH: 5-20°dgh / optimal 6-12°dgh - KH: 0-16°dgh / optimal 5-10°dgh
pH-Wert
6-8
Beckengröße
ab 20 Liter (die Vermehrungsfreudigkeit dieser Art kann jedoch schnell zu einer Überbevölkerung führen)
Becken­einrichtung

Wie alle farbigen Garnelen kommen Bloody Marys sehr gut auf dunklem Bodengrund zur Geltung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass dieser nicht zu grobkörnig ist. Denn die Tiere weiden fleißig auch die Sand- oder Kieskörner ab.


Ein passendes Hard Scape mit vielen Versteckmöglichkeiten und Wurzeln ist optimal. So verfügen die Tiere über Rückzugsmöglichkeiten und haben gleichzeitig eine größere Fläche, die nach Algenaufwuchs abgesucht werden kann.


Als Bepflanzung eignen sich vor allem verschiedenste Moossorten und feinfiedrige Pflanzen, wie beispielsweise Pogostemon sp., Ceratophyllum sp. oder Limnophila sp. Auch hier haben die Zwerggarnelen eine Rückzugsmöglichkeit und vor allem der Nachwuchs fühlt sich wohl.

Futter

Bloody Marys sind, wie alle Rückenstrichgarnelen, omnivor. Sie bevorzugen jedoch pflanzliche Nahrung wie Algenaufwuchs, fressbaren Detrius und gelegentlich überbrühte Gurkenscheiben oder Brennesselblätter. Eine Gabe von Herbstlaub wird sehr gern angenommen. Dabei sollte zum Einen darauf geachtet werden, dass es sich nicht um Falllaub handelt, sondern die Blätter direkt vom Baum stammen, um unnötige Keimbelastung im Becken zu vermeiden. Zum Anderen muss bei der Anzahl der Blätter immer die Größe des Aquariums im Blick behalten werden, denn diese geben Tannine ab.


Als Zuchtform nimmt diese Garnele ohne Probleme im Handel erhältliches, hochwertiges Futter für Krustentiere an.

Verhalten

Die Bloody Mary Zwerggarnele ist ein für N. davidi typisch friedfertiges Tier. Lediglich bei starkem Proteinmangel kann es in sehr seltenen Fällen zu Kannibalismus kommen.

Vergesell­schaftung

Aufgrund ihres friedlichen Wesens können Bloody Marys mit allen Fischen, Schnecken und anderen Krustentieren vergesellschaftet werden. Wichtig ist, dass keiner dieser Mitbewohner den Garnelen nachstellt und sie in ständigen Stress versetzt. So sind große Fische nur sehr bedingt angeraten und auch von Raubschnecken ist bekannt, dass sie sich hin und wieder an lebenden Garnelen vergreifen.

Art der Vermehrung

Neocaridinas gehören zu der spezialisierten Vermehrungsform. Das heißt, dass sie fertig entwickelte Jungtiere entlassen, die mit den Elterntieren zusammenleben.

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl
variiert nach Alter und Größe der Weibchen; 20-40 Jungtiere
Häufigkeit der Vermehrung
ca. alle 4-6 Wochen
Zucht

Da es sich um eine recht neue Zuchtform von Neocaridina handelt, ist die Färbung nicht reinerbig. So können auch nicht komplett gefärbte bzw. nicht rote Jungtiere auftauchen. Zumeist handelt es sich um eher bräunliche Tiere, die auf den Ursprung in der Schoko Sakura Zwerggarnele hinweisen. 


Es wird berichtet, dass eine Haltung von Schoko Sakuras gemeinsam mit Bloody Marys keine wildfarbenen Jungtiere hervorbringt.


Frisch geschlüpfte Garnelen sind nahezu durchsichtig. Sie benötigen zum Teil länger als andere Arten, um ihre letztendliche Färbung zu entwickeln.

Bildergalerie

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