Artemia-Nauplien verschiedener Artemia-Arten werden als Aufzuchtfutter für Fische verwendet, aber meist lassen sich diese Nauplien nicht bis zum Erwachsenenalter aufziehen, da Wasserwerte, Futter und auch Temperaturanforderungen nicht passen. Auch spielt vielfach eine Rolle, was für Arten man ausbrütet und wo die Zysten (Eier) her kommen.

Will man Artemia im Garten züchten, nimmt man zum Beispiel Artemia franciscana aus deutscher Freilandzucht. Diese vertragen unser wechselhaftes Klima, an das sie bereits angepasst sind.

Für die Artemia nimmt man einen Maurerkübel von 60 l und stellt ihn im Garten an eine sonnige Stelle, damit auch Algen wachsen können.

Artemia franciscana

Artemia benötigen Salz im Wasser, sind aber bezüglich der Konzentration recht flexibel. In einen 60er Maurerkübel gibt man etwa 2,5 kg Speisesalz ohne Jod oder Spezialsalz für Artemia. Dazu kommt etwas frische oder Trockenhefe sowie algenhaltiges Staubfutter, das es für Garnelen und Fische gibt. In den Kübel werden nun 50 Liter Regen-, Teich- oder Leitungswasser aufgefüllt. Durch Verdunstung oder stärkere Regenfälle schwankt später der Wasserspiegel, was für die Artemia egal ist. 

Da sich die frisch geschlüpften Artemia-Nauplien von Mikroorganismen bzw. Algen ernähren, lässt man das Gemisch eine Woche stehen und rührt täglich um, damit sich Kleinstorganismen und Algen bilden können.

Die Artemia-Zysten (Eier) werden dann auf die Wasseroberfläche gegeben. Für einen guten Ansatz reicht ein gestrichener Teelöffel Zysten völlig aus. Durch regelmäßiges Umrühren werden die Futterpartikel aufgewirbelt und noch nicht geschlüpfte Zysten vom Gefäßrand gewaschen.

Sind die Artemia-Nauplien abhängig von der Temperatur nach ein bis 14 Tagen geschlüpft, wird täglich mit Algenpulver, fein zermahlenem Fisch-/Garnelenfutter oder grünem Algenwasser gefüttert.

Maurerkübel mit Artemia
Artemia im Maurerkübel

Die Temperatur kann zum Beispiel für die oben genannten Artemia franciscana zur Haltung bei etwa 10 °C bis 27 °C liegen, tagsüber im Sommer auch darüber. Für die Vermehrung muss das Wasser allerdings über 20 °C haben.

In Maurerkübeln lassen sich die Salzkrebschen das ganze Jahr kultivieren. Im Winter kann der Kübel eine dünne Eisschicht bilden, wenn Regenwasser auf dem Salzwasser steht. Darunter überstehen einige Erwachsene den Winter, wenn es nicht länger deutlich unter 0 °C wird.

Die erwachsenen Artemia schwimmen als Paar. Die Weibchen geben Eier ab, aus denen im Sommer direkt Nauplien schlüpfen. Über den Winter verbleiben sie als Dauereier draußen am Boden des Behälters, im Frühjahr schlüpft dann die neue Generation aus den Eiern vom Herbst. Kommen bei großen Artemia keine kleinen mehr auf, dann ist die Population so groß, dass die kleinen Artemia von den alten gefressen werden. Dann einfach alte Tiere „abernten“ und an Fische oder Krebse verfüttern.

Die eigene Artemiazucht für den Garten macht sich nicht nur bei den Fischen und Krebsen in Form von fitteren Tieren, sondern auch im Geldbeutel bemerkbar. Artemiazuchtansätze für den Garten gibt es schon für um die 30 € zu kaufen. Für die Menge an Artemia, welche man verfüttern kann, ist dies gegenüber dem Portionskauf im Zoo Laden für 1,30 € / Tüte enorm günstig. Bei der Gartenzucht können mehrere Tausend Artemia gezüchtet werden - hingegen sind im Tütchen der Zoohandlung nur ca. 20 Artemia enthalten.

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