Triops cancriformis - Europäischer Sommer-Schildkrebs

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Letzte Änderung am 04.12.2017 von Kai A. Quante
Deutscher Name:
Europäischer Sommer-Schildkrebs
Wissenschaftlicher Name:
Triops cancriformis
Herkunft / Verbreitung:
Europa, mit eigenen Unterarten in Südspanien und Nordafrika
Beschreibung:

Urtümlicher Blattfußkrebs, Körper weitgehend durch den Carapax (Kopf-Brustschild) bedeckt.

Geschlechtsunterschiede:

Weibchen größer, am elften Beinpaar mit auffälligen Ei-Säcken, Männchen sind (in unseren Breiten) selten, fallen v.a. durch die ständigen Paarungsversuche auf.

Größe der Weibchen in mm:
Körper 30-60 mit Anhängen bis 70-110
Größe der Männchen in mm:
etwas kleiner.
Alterserwartung:
6 - 12 Wochen
Wassertemperatur:
15 - 28 °C
Härte:
2 bis 30 Grad Gesamthärte
PH-Wert:
6 bis 7,5
Beckengröße:
10 - 25 Liter für 5 Tiere, eher flache Aquarien
Beckeneinrichtung:

Sandboden

Futter:

Detrius, Wasserflöhe, Muschelkrebse, Wasserasseln, Rote Mückenlarven, Tubifex, Micro, Grindal, Trockenfutter, Frostfutter, Algen, Wasserlinsen; Jungtiere eher Filtrierer und pflanzlich, ältere eher tierische Kost

Verhalten:

Lebhafter Schwimmer, der fast ständig auf Nahrungssuche ist. Schwimmt überwiegend substratorientiert, aber auch an der Wasseroberfläche und im freien Wasser. Wühlt gerne im Boden, nicht tief aber ausdauernd. Weibchen vergraben dabei ihrer Eier.

Vergesellschaftung:

Artbecken

Art der Vermehrung:

Die Eier machen nach der Ablage eine Ruhepause von mind. mehreren Wochen durch. In der Natur fallen die Gewässer während dieser Zeit meist trocken, die Eier können dann Jahre überdauern. Einzelne Eier schlüpfen auch ohne Trockenphase. Entwicklung über Napliuslarven.

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
mehrere Hundert
Häufigkeit der Vermehrung:
Ab ca. 2 Wochen bis zum Tod
Bemerkungen:

Triops ist bei uns sehr selten. Die Art ist empfindlich gegen frisches Leitungswasser. Ich versuche deshalb bislang ganz ohne Wasserwechsel auszukommen (sie leben ja nur ein paar Wochen). Das Umsetzen in anderes Wasser überstehen adulte meist nur wenige Tage bis seltener Wochen, Nauplien entwickeln sich zumindest teilweise normal weiter. Bei einer Körpergröße von ca. 1 cm langsam Wasser auffüllen. Am besten aus dem Bodenschlamm bzw. Sand mit demineralisiertem Wasser aufgießen. Bei mir hat es auch Regenwasser getan. Ich vermute aber, dass auch nitratarmes, eingefahrenen Aquarienwasser, evtl. gestreckt mit Leitungswasser geht. 

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