Chirocephalus diaphanus - Kiemenfuß

geschrieben von  Andreas Heeger
Letzte Änderung am 22.06.2017 von Tobias Langer
Deutscher Name:
Kiemenfuß
Wissenschaftlicher Name:
Chirocephalus diaphanus
Herkunft / Verbreitung:
westliches Europa, süd. England, Frankreich, Spanien, Italien und sehr selten Deutschland
Beschreibung:

Eine größere Süßwasserartemia, bei näherer Bertrachtung aber durchaus bunt!

Geschlechtsunterschiede:

Eiersäcke bei den weibchen mit etwa senfgrossen Eiern, bei den Männchen vergrösserte Mundwerkzeuge für die Paarung.

Größe der Weibchen in mm:
ca. 40mm
Größe der Männchen in mm:
ca. 40mm
Schlüsselmerkmale:

Es gibt mehrere ähnliche Arten die hauptsächlich an der Eisäcken der Weibchen zu unterscheiden sind.

Alterserwartung:
2-4 Monate, je nach Wassertemperatur
Wassertemperatur:
Zum Heranwachsen 10-18°C, erwachsen vom Gefrierpunkt bis gut über 20°C
Härte:
Sehr weiches Wasser, am besten Regenwasser oder destilliertes Wasser.
PH-Wert:
Neutral
Beckengröße:
optimal sind 10-90 Liter
Beckeneinrichtung:

Wie in einer Pfütze nur Wasser und Bodengrund. Blätter oder Pflanzen können, müssen aber nicht vorhanden sein.

Futter:

Filtrieren Plankton (grünes Wasser) , fressen vermutlich aber auch kleine Wasserflöhe wenn sie etwas gewachsen sind.

Verhalten:

Ruelose Schwimmer welche aber auch schon einmal im Wasser stehen.

Vergesellschaftung:

Kaum möglich da sie von anderen Tieren meistens als Futter angesehen werden.

Art der Vermehrung:

Sie legen Eier die nach einer Trockenpause und erneutem wässern schlüpfen. Ein durchfrieren ist möglich, aber nicht nötig.

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
über 100 Eier pro Weibchen.
Häufigkeit der Vermehrung:
Sie legen einige Wochen lang dauerhaft bis zu ihrem Tod Eier.
Zucht:

Den Bodengrund ca. 1-2 wochen nac dem Tod der letzten Tiere trockenlegen und dann im nächsten Frühjahr wieder aufgiessen. Aufgüsse klappen im Frühjahr und Herbst bei nicht zu hohen Temperaturen. Im Sommer oder auch bei Zimmertemperatur schlüpfen zwar die Nauplien (Babies) sterben aber sehr bald ab.

Bemerkungen:

Es handelt sich hierbei um eine sehr alte Tiergruppe die schon seit über 240 Millionen Jahren fast unverändert überlebt hat. Obwohl sie garantiert ein wertvolles Futter für einige aquatische Tiere wären sind sie dafür viel zu schade und sind auch nicht massenweise züchtbar. Sie sollten mit viel Respekt gepflegt werden und sind auch wegen den Temperaturansprüchen leider nicht in einer normalen Wohnung zu halten. Ein Becken im Garten oder auf dem Balkon ist die beste Möglichkeit sich an diesen Tieren zu erfreuen!

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