Spitze Apfelschnecke - Pomacea diffusa

geschrieben von  Maike Wilstermann-Hildebrand
Letzte Änderung am 22.06.2017 von A. Heeger
Deutscher Name:
Spitze Apfelschnecke
Wissenschaftlicher Name:
Pomacea diffusa
Herkunft / Verbreitung:
Mittelamerika, Südamerika und Asien
Beschreibung:

Das kegelige Gehäuse ist gelb, braun, weiß, rosa oder violett. Der Körper ist cremfarben, blau, violett oder nahezu schwarz, odt mit orange-rotem Fleckenmuster. Bei hellem Gehäuse scheint teilweise der Körper durch, so dass bei Tieren mit dunklem Fuß ein weißes Gehäuse blau und ein gelbes grün wirken kann.
Typisch für die AS aus der Gattung Pomacea sind der Deckel (Operculum), das Paar kurzer Fühler am Maul und der lange Sipho, zur Luftaufnahme an der Wasseroberfläche.

Geschlechtsunterschiede:

Äußerlich sichtbare Geschlechtsunterschiede sieht man nicht. Bei der Paarung ist der Penis des Männchens sichtbar. Bei Tieren mit heller Färbung von Körper und Gehäuse (gold und weiß), scheint die dunkle Ovarie beim Weibchen durch das Gehäuse.

Größe der Weibchen in mm:
ca. 5 cm
Größe der Männchen in mm:
ca. 5 cm
Schlüsselmerkmale:

Zur Unterscheidung von anderen Pomacea-Arten sind die Übergänge von einer Gehäusewindung zur anderen rechtwinkelig abgesetzt. Die Gelege sind immer weiß bis cremefarben.

Alterserwartung:
max. 2,5 Jahre bei ca. 22 °C, bei wärmerem Wasser kürzer
Wassertemperatur:
22 bis 30
Härte:
> 3° KH
PH-Wert:
5,5 - 8,5
Beckengröße:
60 cm
Beckeneinrichtung:

beliebig, mit Abdeckung, da die Gelege außerhalb des Wassers abgelegt werden

Futter:

Fischfutter, Kaninchenpellets, Salatblätter, Zuccini, Gurken, Kartoffelscheiben (gekocht), Nudeln (gekocht), Möhren (gekocht), Erbsen (gekocht).
Keine Pflanzen!

Verhalten:

Friedlich. Schädigt keine Pflanzen weil die Kiefer zu schwach sind um intakte Pflanzenmasse zu zerteilen.

Vergesellschaftung:

Mit allen Tieren, die nicht Schnecken fressenen. Macrobrachium fressen die Jungschnecken.

Art der Vermehrung:

Apfelschnecken sind keine Zwitter. Das kalkige Gelege der Spitzen Apfelschnecke ist weiß bis cremfarben und wird oberhalb der Wasseroberfläche abgelegt.
Ab einer Größe von 25 mm sind die Tiere fortpflanzungsfähig. Dass kann bei guten Bedingungen bereits nach 4 Monten der Fall sein.

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
100 bis 500 ca. 1,5 mm große Eier in bis zu 6 cm langen Eitrauben
Häufigkeit der Vermehrung:
Während der Fortpflanzungsphasen werden etwa alle drei Tage Gelege produziert. Nach einigen Wochen gibt es eine Pause.
Zucht:

Kein Problem. Aber da Geschlechtsunterscheidung schwierig, sollte man sich zu Beginn 4 bis 6 Tiere zulegen.

Bemerkungen:

Die perfekte Apfelschnecke für das Aquarium.

Ursprünglich wurden die Tiere in unseren Aquarien der Art Pomacea bridgesii ssp. diffusa zugeordnet. Mittlerweile wurde durch Genanalysen festgestellt, dass P. diffusa und P. bridgesii zwei verschiedene Arten sind. In unseren Aquarien lebt P. diffusa in verschiedenen Farbformen.

Literatur:

Wilstermann-Hildebrand, M. (2009): Apfelschnecken - Die Familie der Ampullariidae.- Art für Art, Natur- und Tier-Verlag, Münster

R. H. Cowie et al. (2006): What are apple snails? Confused taxonomy and some preliminary resolution.- In Global Advances in the Ecology and Management of Golden Apple Snails. Edited by: Joshi RC, Sebastian LS. Muñoz, Nueva Ecija: Philippine Rice Research Institute; 2006, 3-23;

K. Hayes, R. H. Cowie, A. Jorgensen, R. Schultheiß, Chr. Albrecht, S. Thiengo (2009): Moluscan models in evolutionary biology: Aplle snails (Gastropoda: Ampullariidae) as a system for adressing fundamental questions.- American Malacological Bulletin, 27, 47-58

K. Hayes, R. H. Cowie, S.C. Thiengo (2009): A global phylogeny of apple snails: Gondwana origin, generic relationship, and fluence of outgroup choice (Caenogastropoda: Ampullariidae).- Biological Journal of the Linnean Society, Volume 98 Issue 1, Pages 61 - 76

Mendoza, R.; Aguilera, C.; Montemayor, J.; Rodriguez, G. (1999): Utilization of artificial diets and effect of protein/energy relationship on growth performance of the apple snail Pomacea bridgesii (Prosobranchia: Ampullariidae).- Veliger 42 (2), 101-111

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