Neritina turrita - Zebra-Rennschnecke, Orange Track

geschrieben von  Maike Wilstermann-Hildebrand
Deutscher Name:
Zebra-Rennschnecke, Orange Track
Wissenschaftlicher Name:
Neritina turrita
Herkunft / Verbreitung:
Indo-Pazifik
Beschreibung:
Das Gehäuse ist eiförmig, bis 25 mm hoch. Die letze Windung macht nahezu das gesamte Volumen aus (neritoid). Die Farbe und das Muster variieren. Es gibt gelbe, hell braune bis schwarze Tiere. Sie haben ein Muster aus feinen bis breiten Streifen, dreieckigen Mustern, eine schuppenartige Zeichnung oder mehr oder weniger große Punkte. Die Farbe und das Muster verändern sich bei Wechseln in der Wasserzusammensetzung. Der Deckel ist verkalkt und hat einen roten Hornsaum.
Geschlechtsunterschiede:
äußerlich nicht erkennbar
Schlüsselmerkmale:
Die Fläche an der Mündung (Kolumellarfläche) ist cremefarben bis leicht orange.
Alterserwartung:
etwa 15 Jahre
Wassertemperatur:
22 - 28 Grad
Härte:
> 3 °KH
PH-Wert:
6,0 - 8,6
Beckengröße:
ab 12 l
Beckeneinrichtung:
Die Tiere weiden Hartsubstarte ab. Für eine Einrichtung sind Steine, Holz und Laub ausreichend. Die Schnecken beschädigen aber keine Pflanzen und können problemlos im bepflanzten Aquarium gepflegt werden.
Futter:
Algen, Gemüse und Fischfutter
Verhalten:
friedlich, weidet Algen ab, frißt keine Pflanzen
Vergesellschaftung:
Rennschnecken sind selbst nicht aggressiv und wegen ihres dicken gehäuses und dem decke kaum angreifbar. Daher kann man sie mit allen Fischen, Zwerggarnelen und Macrobrachium vergesellschaften. Vieleicht nicht unbedingt mit gelangweilten Krebsen zusammenbringen.
Art der Vermehrung:
Viele Eier werden zusammen in einen Kokon eingeschlossen und auf Holz, Stein oder an den Scheiben abgelegt. Es schlüpfen schwimmende Larven.
Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
etwa 50 Eier in einem Kokon, 20 bis 30 Kokons pro Eiablage
Häufigkeit der Vermehrung:
regelmäßig
Zucht:
Nicht möglich, da die Lebensansprüche der Larven unbekannt sind.
Bemerkungen:
Guter Algenvertilger für jedes Aquarium.
Die gepunktete Form ist auch unter dem Synonym N. semiconica beknnt.
Literatur:
A. Haynes (2001 a): Freshwater Snails of the Tropical Pacific Islands.- Institute of Applied Science, Suva, Fiji

F. Starmühlner (1993): Ergebnisse der österreichischen Tonga-Samoa Expedition 1985 des Instituts für zoologie der Universität Wien: Beitrage zur Kenntnis der Süß- und Brackwasser-Gastropoden der Tonga- und Samoa-Inseln (SW-Pazifik).- Ann. Naturhist. Museum Wien 94/95 B 217-306

Archiv für Molluskenkunde der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, Band 105 Rolf A.M. Brandt, 1974

Wilstermann-Hildebrand, Maike (2010): Faszinierende Rennschnecken.- Amazonas 29, 66-67

Wilstermann-Hildebrand, Maike (2010): Rennschnecken bestimmen Teil 1.- Amazonas 31, 64-68

Wilstermann-Hildebrand, M. (2010): Rennschnecken bestimmen Teil 2.- Amazonas 32, 60 -65

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