Neritina auriculata - Fledermausschnecke

geschrieben von  Maike Wilstermann-Hildebrand
Letzte Änderung am 30.08.2017 von Chiara Glaß
Deutscher Name:
Fledermausschnecke
Synonyme (Deutscher Name):
Batmanschnecke
Wissenschaftlicher Name:
Neritina auriculata
Herkunft / Verbreitung:
Sie sind im gesamten Indischen Ozean, in Südostasien und von den Pazifischen Inseln bis Französisch Polynesien
Beschreibung:

Das Gehäuse ist flach, hell braun bis schwarz. Am Hinterrand hat es flügelartige Verlängerungen. Die Kolumellarfläche(Fläche unten an der Mündung) ist sehr breit und weiß-grau bis cremfarben. Das Operculum (Deckel) ist hell braun mit grauen Linien und einem roten Hornrand. Die Rippe an der Innenseite des Gehäusedeckels ist weiß und der Zapfen orange.

Geschlechtsunterschiede:

Keine äußerlich sichtbar. Männchen mit Penis am Kopf nahe dem rechten Fühler, Weibchen mit zwei Geschlechtsöffnungen.

Schlüsselmerkmale:

Die nach hinten zeigenden "Flügel" und Farbe und Form von Rippe und Zapfen an der Innenseite des Deckels sind typisch.

Alterserwartung:
etwa 4 bis 8 Jahre
Wassertemperatur:
24 - 26 °C
Härte:
> 3 °KH
PH-Wert:
06.07.2016
Beckengröße:
ab 12 l
Beckeneinrichtung:

beliebig. Die Tiere beschädigen keine Pflanzen. Wichtig sind Holz und Steine als Einrichtung. Abdeckung ist sinnvoll.

Futter:

Die Tiere fressen vor allem Algen und Mulm, nehmen aber auch Fischfutter. Nixenschnecken haben ekeinen Kiefer und keinen Kaumagen. Sie zerreiben ihre Nahrung auf rauen Unterlagen. Algenbeläge von Holz oder Steinen können sie darum besser verwerten, als solche von den glatten, gläsernen Aqurienscheiben.

Verhalten:

Diese Schnecken wandern ständig langsam voran und fressen.

Vergesellschaftung:

Sie können mit allen für sie ungefährlichen Tieren vergesellschaftet werden.

Art der Vermehrung:

Es werden Eikokons abgelegt aus denen schwimmende Larven schlüpfen. Eine Nchzucht im Aquarium ist nicht möglich, da die Larven sich im Brack- oder Meerwasser entwickeln und bisher unbekannt ist, was sie fressen.

Zucht:

Wegen der unbekannten Lebensansprüche der Larven ist eine Zucht bisher nicht möglich.

Bemerkungen:

Die Art gehört zu den weniger gut haltbaren mit hoher Sterblichkeit. Tiere, die sich etablieren, können mehrer Jahre im Aquarium leben.

Ursprünglich wurden angenommen, dass die Tiere zu N. tahitensis gehören. Dabei handelt es sich aber um eine andere Art.

Literatur:

Wilstermann-Hildebrand, Maike (2010): Faszinierende Rennschnecken.- Amazonas 29, 66-67

Wilstermann-Hildebrand, Maike (2010): Rennschnecken bestimmen Teil 1.- Amazonas 31, 64-68

Wilstermann-Hildebrand, M. (2010): Rennschnecken bestimmen Teil 2.- Amazonas 32, 60 -65

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