Lymnaea stagnalis - Spitzschlammschnecke

geschrieben von  Maike Wilstermann-Hildebrand
Letzte Änderung am 02.07.2017 von A. Heeger
Deutscher Name:
Spitzschlammschnecke
Wissenschaftlicher Name:
Lymnaea stagnalis
Herkunft / Verbreitung:
Europa
Beschreibung:

Die Spitzschlammschnecke hat ein turmförmiges, dünnes Gehäuse. Oft kann man durch das Gehäuse das Muster des Körpers scheinen sehen. Die Mündung ist sehr groß. Einen Gehäusedeckel haben die Tiere nicht. Typisch für Schlammschnecken (Fam. Lymnaeidae) sind die dreieckigen Fühler. Es handelt sich um Lungenschnecken (Pulmonata). Sie können an der Wasseroberfläche Luft in eine Lungenhöhle aufnehmen. Daher können sie auch in stark verschmutzten Sauerstoffarmen Gewässern leben. man findet sie in Teichen, Tümpeln und Gräben.

Geschlechtsunterschiede:

Zwitter

Größe der Weibchen in mm:
Höhe bis 6 cm
Größe der Männchen in mm:
Höhe bis 6 cm
Schlüsselmerkmale:

Turmförmiges Gehäuse mit großer Mündung, die soch hoch wie oder höher als das Gewinde ist. Gehäusewand dünn und durchscheinden. Fühler dreieckig.

Alterserwartung:
ca. 2 Jahre
Wassertemperatur:
0 - 26 °C
Härte:
>3 ° KH
PH-Wert:
05.08.2016
Beckengröße:
ab 12 l
Beckeneinrichtung:

Zum Ablaichen bevorzugen sie breite Blätter, nehmen aber auch Holz, Steine oder die Aquarienscheibe. Zusätzlich kann laub eingebracht werden. Kies ist nicht notwendig. Eine Abdeckung ist sinnvoll.

Futter:

Fischfutter, Pflanzen, Salat, Aas

Verhalten:

Friedlich gegenüber anderen Schnecken, Fischen und Garnelen. Soll Hydra fressen.

Vergesellschaftung:

Möglich mit allem was keine Gefahr für Schnecken darstellt, da sie sich nicht soweit in ihr Gehäuse zurückziehen wie manche anderen Arten

Art der Vermehrung:

Zwitter. Nach der Befruchtung im Körperinneren werden bis zu 300 Eier in gallertigen Schnüren unter Wasser abgelegt.

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
Geleeartige Laichstränge bis ca. 4cm Länge mit bis zu 300 Eiern
Häufigkeit der Vermehrung:
ständig
Zucht:

Unproblematisch, weil zwittrig und Allesfresser.

Bemerkungen:

Die Schnecken fressen Pflanzen und sind daher für Gesellschaftsaquarien ungeeignet. Sie werden selten in Aquarien eingeschleppt. Häufiger ist die Ohrförmige Schlammschnecke (Radix balthica).

Literatur:

Glöer, P. (2002): Die Süßwassergastropoden Nord- und Mitteleuropas.- Die Tierwelt Deutschland Band 73

F. Bitter (2008): Schnecken-Fibel.- Dähne-Verlag, Stuttgart

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