Macrobrachium assamense - Ringelhand-Garnele, Red Rusty Garnele

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Letzte Änderung am 14.09.2017 von Chiara Glaß
Deutscher Name:
Ringelhand-Garnele, Red Rusty Garnele
Wissenschaftlicher Name:
Macrobrachium assamense
Beschrieben von, am:
(Tiwari, 1955)
Identifikation:
P18
Herkunft / Verbreitung:
östlicher Himalaja, Bergbewohner
Beschreibung:

Grau marmoriert; bei abwechlungsreicher Ernährung (Frostfutter oder Lebenfutter) meist dunkler, dann mit rot-schwarz geringelten Scheren (Name!).

Geschlechtsunterschiede:

Männchen macrobrachiumtypisch etwas größere Scheren

Größe der Weibchen in mm:
60
Größe der Männchen in mm:
80
Wassertemperatur:
20-30 °C
Beckengröße:
50 l
Beckeneinrichtung:

Unkritisch, bevorzugt nicht zu dicht bepflanzte Becken, Versteckmöglichkeiten durch Flache Steine oder Wurzelwerk bieten

Futter:

Fischfutter, besonders gerne Schnecken nur bedingt pflanzliches, knabbert aber auch an jungen Blättern und Trieben (z.B. Anubias) in der Regel ohne den Bestand zu gefährden

Verhalten:

Zieht sich vor allem tagsüber häufig in Verstecke zurück, kommt aber zum Fressen jederzeit heraus. Die Tiere sind untereinander zänkisch; in kleineren Becken überlebt auf Dauer oft nur ein Männchen und mehrere Weibchen. Bei dichtem Besatz wird offenbar auch ein Teil des Nachwuchs erbeutet. Auch kleinere, nachts am Bodengrund ruhende Fische werden mit den Scheren ergriffen und zumindest verletzt.

Vergesellschaftung:

Macht Jagd auf kleinere Fische (< 4 cm). Junge Guppies verschwinden bei mir z.B. regelmäßig, wenn auch immer ein paar durchkommen (300L Becken!); männliche Triangel-Guppies sind ebenfalls gefährdet. Andere Fische (z.B. Kadinalsfische, Eilandbarben) haben keine Probleme
Nicht mit Krebsen vergesellschaften. Kleinere Krebse wie Cambarellus shufeldtii werden verspeist, gleichgroße Krebse machen die Verstecke streitig und es kann zu Verlusten von Scheren der Ringelhänder kommen.

Art der Vermehrung:

Fertige Entwicklung der Jungtiere, d.h. ohne eigentliches Larvenstadium.

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
grob geschätzt 20-60.
Häufigkeit der Vermehrung:
unter günstigen Bedingungen ca. alle 4-6 Wochen
Zucht:

Problemlos. weibchen entläßt fertig entwickelte jungtiere, diesen wird kaum nachgestellt. Die Zucht ist auch in Gesellschaft von Fischen möglich. Bei Temperaturen um 20°C entwickeln sich die Eier in der Regel nicht.

Bemerkungen:

Uwe Werner: Macrobrachium assamensis (Tiwari, 1955), beschrieben als Palaemon
assamensis in Rec. Indian Mus. 53: 297-300; östlicher Himalaja (Chota
Nagpur Und Satputras in Indien und Burma)
Bergbewohner; zwei Unterarten,
eine M. assamensis assamensis (Ost-Nepal, West Bengalen, Assam) und M.
assamensis peninsulanis (Satpura und Vindhya Berge in Madhya Pradesh).

Bemerkung von Werner Klotz über Tiere von Chris Lukhaup: Bei M. assamense (wie bei den Tieren Red Rustys von Chris) reicht das Rostrum nicht über den Scaphoceriten, die Unterseite weist höchstens 5 Zähne auf, wobei hier 2-3 Zähne typisch sind. Bei der Red Rusty von Chris, die eindeutig M. assamense ist, weist das Rostrum hier 3
oder 4 Zähne auf.

Literatur:

VDA aktuell, April/Juni 2.2000

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