Cambarellus (Pandicambarus) puer - Knabenkrebs

geschrieben von  Brigitte Cobb
Letzte Änderung am 07.08.2017 von Chiara Glaß
Deutscher Name:
Knabenkrebs
Synonyme (Deutscher Name):
Sumpf-Zwergkrebs
Wissenschaftlicher Name:
Cambarellus (Pandicambarus) puer
Beschrieben von, am:
Hobbs, 1941
Herkunft / Verbreitung:
Anrainerstaaten des Mississippi; in Texas auch ein Stück entlang der Golfküste
Beschreibung:

Klein bleibende Art der Untergattung Pandicambarus, der außer Cambarellus shufeldtii alle US-Cambarellus angehören.
Farblich kann die Art sehr variabel sein; teilweise bringt sie recht attraktive Exemplare hervor, die auch rötlich, leicht orangefarben oder grünlich sein können. Zeichnungsmuster auf dem Abdomen und den Extremitäten immer ähnlich, deutliche Streifen auf Abdomen und Carapax; Schreitbeine gestreift.

Geschlechtsunterschiede:

Sicher nur an den Gonopoden (Männchen) und anulus venteralis (Weibchen) erkennbar. Männchen außerdem mit leicht durchgebogenen Scheren und schmalerem Abdomen.

Größe der Weibchen in mm:
knapp 30 mm
Größe der Männchen in mm:
kleiner
Alterserwartung:
2 Jahre?
Wassertemperatur:
14-27 °C, am besten bei Raumtemperatur halten
Härte:
3-15° dGH
PH-Wert:
6,0-7,8
Beckengröße:
ab 40L.für ein trio
Beckeneinrichtung:

Sandiger bis kiesiger Boden. Einrichtung mit Steinen, Wurzelholz, Tonröhren. Bepflanzung möglich,am besten mit Arten, die auch zeitweise kühlere Temperaturen vertragen.

Futter:

Detritus; gute Grundlage ist Falllaub wie Eiche, Buche, Erle, etc. In kleinen Portionen hin und wieder Granulat-Fischfutter (möglichst niedriger Eiweißgehalt, hoher vegetarischer Anteil).

Verhalten:

Ruhige Art, die überwiegend bodenorientiert lebt, aber in der Vegetation auch Ausflüge nach oben unternehmen kann.

Vergesellschaftung:

In großen Aquarien ist auch eine Vergesellschaftung mit vermehrungsfreudigen Zwerggarnelen möglich, wenn man bei diesen einzelne Verluste hinnehmen kann.
Friedliche Zwergfische wie Heterandria formosa können vergesellschaftet werden, was allerdings auf Kosten des Krebsnachwuchses geht.

Art der Vermehrung:

Meist geht der Paarung eine Häutung des Weibchens voraus. Paarung verläuft ähnlich wie bei anderen Cambariden. Austritt der Eier nur wenige Tage später. Brut wird vom Weibchen unter dem Abdomen in etwa 3-4 Wochen ausgetragen.

Gelegegrößen / Nachwuchsanzahl:
>100
Häufigkeit der Vermehrung:
in der Natur vermutlich 2-3x/Jahr
Zucht:

Gruppenansatz; Weibchen mit Eiern werden in kleinen Aquarien mit Wasser gleicher Werte umgesetzt. Entfernen sich die fertigen Jungen von der Mutter, sollte das Alttier entfernt werden.

Bemerkungen:

Bei Temperaturen um 24 °C schnellwüchsige Art, die zum Ende des dritten Lebensmonats bereits geschlechtsreif sein kann.
Junge sind in der Aufzucht zunächst anfällig gegenüber abrupten Veränderungen der Wasserwerte.

Literatur:

Erstbeschreibung
Horton H. Hobbs (1941) in: American Midland Naturalist 34(2):466-474, 26 figures.

C. Lukhaup (2003): Süßwasserkrebse aus aller Welt.- Dähne-Verlag, Ettlingen

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