Gemeine Flussmuschel (Unio crassus). Bild: Klaus Bogon

Schnecken und Muscheln des Süßwassers

Etwa 55.000 Arten zählt die Biologie nach neueren Erkenntnissen zum Tierstamm der Weichtiere oder Mollusken. Die acht Klassen, in die man die Weichtiere aufteilt, sind sehr verschiedengestaltig, beim einfachen Hinsehen wird man oft nicht erkennen können, dass es sich um Angehörige der selben Tiergruppe handelt: Wer würde eine langsam auf der Erde kriechende Schnecke, einen pfeilschnell durchs Meer schießenden Kalmar oder eine still am Grund eines Sees sitzende Teichmuschel für Angehörige der selben Tiergruppe halten? Wer würde einen Riesenkalmar von 20 Meter und eine Schnecke von 0,3 Millimeter Größe vergleichen wollen?

Dennoch sind dies alles Weichtiere, die trotz ihrer äußerlich sehr unterschiedlichen Erscheinung gemeinsame Merkmale aufweisen. Diese gemeinsamen Merkmale haben schließlich zur Bildung des Tierstammes Mollusca durch den französischen Biologen Cuvier geführt.

Von all diesen vielgestaltigen Weichtierformen haben nur zwei Klassen, die Schnecken (Gastropoda) und die Muscheln (Bivalvia), es geschafft, Lebensräume außerhalb des Meeres zu besiedeln.

Die vorliegende Homepage soll in besonderem Maße den Schnecken und Muscheln des Süßwassers gewidmet sein. Mehr und mehr sind es diese besonders, die mit der zunehmenden Verschmutzung und Verunstaltung unserer Gewässer nicht nur in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern aufgrund zunehmender Seltenheit mehr und mehr in Vergessenheit geraten.



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