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Haltungsbericht über meine Red Fire und Amanos
von André Lux |
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Hallo liebe Wirbellosen Freunde,
Ich heiße André bin 16 Jahre alt und komme aus Maintal in der nähe von Frankfurt und beschäftige mich "schon"
seit knapp 3 Monaten mit Wirbellosen, konnte aber zuvor schon einige Erfahrungen mit meinem ersten "reinen"
Fischaquarium sammeln, das ich 3 Jahre laufen hatte.
Ich halte seit ca. 3 Monaten 6 Amanogarnelen und seit ca. 2 Monaten Red Fire Garnelen, die von anfangs 6 auf jetzt 11
angewachsen sind in einem kleinen 60er Aquarienkomplettset, an dem ich ein paar Veränderungen vorgenommen habe.
Zuvor hatte ich mich in einigen Aquarienfachgeschäften über Pflege und Haltungsbedingungen erkundigt, weil die meisten Garnelen
doch teilweise Unterschiedliche Ansprüche an "Ihr Heim" haben.
Meine Wasserwerte sind:
| pH 7 | GH 8 |
| KH 4 | NO3 10 |
| CO2 30 | NO2 0 |
Die Garnelen leben bei einer Wassertemperatur von 24-25°C.
Red Fire Garnelen haben nicht sehr viele Ansprüche an das Wasser, sie können sowohl in hartem als auch in weichem
Wasser gehalten werden.
Technik:
Ich betreibe an meinem 60er Becken mit den Maßen 60x30x30 cm (54 Liter) einen Eheim Ecco Außenfilter
(für Aquarien bis 100 Liter), an dem ich zum Schutz der Garnelen einen Vorfilter im Becken angebracht habe,
damit nicht doch noch ein Tier in den Filter gelangen könnte. Als Heizung verwende ich einen üblichen Regelheizer
mit 50 Watt, der auf 24 °C gestellt ist. Zusätzlich habe ich noch eine Bodenheizung, die meiner Meinung recht nützlich
ist um einen Wasseraustausch durch den Kies zu gewährleisten, damit sich keine Faulstellen im Boden bilden.
Als Beleuchtung habe ich eine einfache "Aqua Glo" Lampe, der Firma Hagen, mit einer Lichtstärke von 18000k und
einem hohen Rotanteil, dafür weniger blau (Algenwuchs fördernd), an der zusätzlich ein Reflektor angebracht ist,
um das Aquarium besser aus zu leuchten (wegen den Schwimmpflanzen) und damit sich die Abdeckung nicht unnötig aufheizt.
Mein Becken wird ohne Mittagspause von 11.30 Uhr bis 22 Uhr beleuchtet,
ich habe bisher noch keine Algen entdecken können
eigene Zuchttipps:
Weil ich nichts spezielles zu Zuchtbehältern oder Netzen nachlesen konnte, wollte ich meine Garnelen im
Aquarium aufziehen ohne die Babys umzusetzen. Um dabei kein unnötiges "Verschwinden" zu verursachen habe
ich ein grobes Filterkissen für Vorfilter in das Becken gelegt, die Maschen des Kissens waren grade so groß
das die Garnelen rein und wieder raus passten, aber kein Fisch an sie rankommen konnte. Die Babys haben sich
tatsächlich darin versteckt und es kamen immerhin 5 durch (hatte auch nicht mehr gesehen). Den kleinen Garnelen
wird nicht von den Eltern nachgestellt, meine Amanos haben bisher auch noch kein Interesse an den kleinen gezeigt,
obwohl diese sie gerne mal als "Transportmittel" ausnutzen, d.h. sie setzen sich auf eine Japonica und schwimmen kurz
auf dem Rücken mit.
Färbung:
Nachdem die Red Fire ziemlich farblos bei mir ankamen, stellte ich mir die Frage wo die eigentlich recht kräftig
rote Färbung sei. Durch den Transport und den "Bedingungen" ist sie vorerst verloren gegangen. Ich habe den Tieren
sehr dünne Karottenscheiben oder kleine rote Mückenlarven gegeben und nach 3 Tagen waren alle wieder rot ausgefärbt.
Die Männchen etwas weniger als die Weibchen, die man so recht einfach erkennen kann. Rote Mückenlarven haben die Färbung
auch etwas verstärkt, wovon die kleinen Cherry Garnelen höchstens eine zu fressen schaffen.
Futter:
Ich füttere sehr Abwechslungsreich, mal Flockenfutter, selbst gezüchtete Artemia Salinen, rote oder weiße
Mückenlarven, Daphnia = Wasserfloh (die letzten drei leider nur als Frostfutter). Meine Amanos oder die Red
Fire fressen sehr gerne Obst oder Gemüse, hartes Obst überbrühe ich vor der Fütterung für kurze Zeit, damit es
etwas weicher wird und die Garnelen sofort futtern können. Ich habe bisher folgende Obst/Gemüsearten verfüttert:
Dünne Gurkenscheiben, kleine Salatblätter (überbrüht), sehr dünne Karottenscheiben für die Färbung (auch überbrüht)
und geschälte Erbsen. Mehr habe ich noch nicht ausprobiert, wenn man aber berücksichtigt, dass harte Sachen überbrüht
werden um sie weicher zu machen, wird bestimmt auch eine Meng anderes Obst oder Gemüse gefressen.
Einrichtung:
Bei der Einrichtung sind, wie bei fast allen Garnelen, besonders feinfiedrige Pflanzen sehr
empfehlenswert, weil dort die Tiere die Möglichkeit haben sich zu verstecken oder sie können die
feinen Blätter nach fressbarem absuchen. Als Kies eignet sich feiner Kies mit ca. 2 mm Korngröße.
Als Kiesfarbe sollte man schwarz, braun oder dunkle Farben wählen, weil man so die Red Fire (oder
andere farbige Garnelen) besser auf dem Bodengrund erkennen kann. Außerdem ist es ein schöner Kontrast
zu den grünen Pflanzen. Schwimmpflanzen, wie z.B. kleiner Froschbiss, werden gerne als Schattenplätzchen
aufgesucht und nach evtl. Futterresten in den langen Wurzeln abgesucht. Und spätestens nach bei der nächsten
Fütterung verlassen.
Medikamente und Krankheiten:
Mit Krankheiten habe ich glücklicher Weise keine Erfahrungen gemacht. Falls jedoch mal eine
Garnele erkranken sollte, ist es unbedingt notwendig Medikamente OHNE KUPFER zu verwenden, weil
die Tiere darauf in Kleinstmengen sehr Empfindlich reagieren. Wenn man jedoch seine Wasserwerte
regelmäßig kontrolliert und einen Wöchentlichen Wasserwechsel durchführt, sollte es dazu erst gar nicht kommen.
Wasser:
Bei mir werden jede Woche ein bis zwei mal 10 Liter Wasser (20%) gewechselt. Zu dem neuen Wasser
(immer etwas kühler als das Aquarienwasser) gebe ich immer eine Kappe Wasseraufbereiter, um doch
eventuelle Schadstoffe auszuschließen. Bei den Wasserwechseln lasse ich immer etwas Mulm auf dem
Boden übrig, um die Bakterienaktivität anzukurbeln, außerdem fressen die Garnelen auch ein paar alte
Pflanzenteile, die auf dem Boden zurück geblieben sind. Zum Absaugen des Wassers verwende ich einen
einfachen Aquarienschlauch mit dem Innenmaß von 12 mm, mit dem ich vor dem Absaugen immer etwas von
dem Mulm auf dem Boben aufwirble und dann absauge. Von den Mulmsaugern, mit denen man noch den ganzen
Kies mit wäscht, halte ich eher weniger, weil durch meine Bodenheizung eine Durchströmung gegeben ist
und die Garnelen den Boden ebenfalls etwas durchwühlen. Außerdem sind die Becken meist so gut bepflanzt
(ca. 80% sind empfehlenswert) , dass man ohnehin schlecht mit einem solchen Sauger den Boden reinigen
kann ohne eine Pflanze ungewollt mit abzusaugen.
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