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Artbeschreibung



Wissenschaftlicher Name: Caridina japonica
Deutscher Name: Algengarnele, Japangarnele, Amano-Garnele, Yamamoto Garnele
Vorkommen: Japan
Ersteinführung: Unbekannt
Geschlechtsunterschiede: Weibchen insgesamt größer, und mit größeren Bauchtaschen
Aussehen: Farbe milchig, transparent, 0,3 mm braunrote Punkte. Bei hohem Huminsäurenanteil im Wasser rötlich transparente Körperfärbung.
Scheren- bzw. Schreitbeinlaenge: 3 mm, 20mm.
Alterserwartung vermutlich 2 Jahre.
Soziales Verhalten: Harmlos, ruhig und friedlich gegenüber anderen Beckenbewohnern.
Öfters schwimmend, wobei sie die geschickt die Strömung im Becken zum Fortkommen ausnutzen.
Die Tiere können problemlos mit Fischen bis gleicher Größe vergesellschaftet werden.
Größere Fische sehen die Garnelen jedoch schnell als willkommene Abwechslung im Futterplan an.
Hälterungs Bedingungen: Die Tiere sind mit jeder Art Becken, dessen Kantenlänge aber mindestens 30cm betragen sollte zufrieden. Einige Pflanzen und Versteckmöglichkeiten sollten vorhanden sein. Becken nicht zu hell, sonst sieht man die Tiere seltener. Desweiteren sollten Algen im Becken vorhanden sein, damit die Tiere ihre Hauptnahrungsquelle vorfinden.
Die Wasserwerte sind nicht von besonderer Relevanz allerdings sollten die Werte konstant sein. Wasserwechsel deshalb nur sparsam da C. Jap. sehr emfindlich auf plötzliche Änderungen reagiert.
Ein bis zu 30%er Wechsel kann empfohlen werden.
Härte dGH° 2-20, ph-Wert: 5,8 bis 8,0. Bei pH >7.5 - 8 wurden einige Tiere jedoch lethargisch und stellten den Berichten nach das Freischwimmen ein.
C.japonica lieben sauerstoffreiches Wasser.
Achtung bei Medikamenten: C. Jap. reagiert sofort und stellt alle lebensnotwendigen Körperfunktionen ein.
T: 15-28°C, L: bis 7cm, BL: ab 30cm, WR:u, SG: 1
Zucht: Die Zucht ist kompliziert und gelang dem Autor bisher nur einmal. Ein Bericht über eine vollständige Zucht über das Larvenstadium hinaus liegt als Zuchtbericht auf diesem Server vor .
Bekannt ist:
Ca. 1000-2000 Eier (evt. mehr) werden im Körperinneren produziert und nach erfolgreicher Befruchtung nach der nächsten Häutung in die Bauchtaschen transferiert. Werden die Eier nicht befruchtet, fallen sie sofort ab. Das Weibchen führt dann kontinuierliche Pumpbewegungen aus um sauerstoffreiches Wasser an die Eier heranzuführen.

alpha_mit_eiern

Nach 4-6 Wochen stößt das Weibchen die Eier ab. Nach kurzer Zeit schlüpfen Larven die ca. 1,5mm groß sind. Sie treiben kopfüber im Wasser. Diese Larven reagieren auf Hell-Dunkel Unterschiede. So konnte beobachtet werden, daß die Larven in einem gerahmten Becken immer wieder bis an die Lichtkante des Rahmens trieben und sich dann wieder fallen ließen. Speziell gefüttert wurden Larven bisher nur mit Liquizell sowie Micromin und Protogen. Ob dies allerdings ratsam ist, und wieviel die Larven für gesundes Wachstum brauchen ist unbekannt. Die im Zuchtbericht beschriebenen Larven wurden lediglich mit Protogen gefüttert.
Die benötigen für Ihre Entwicklung unbedingt Brackwasser (1,6% scheint ein Anhaltswert zu sein). Hier durchlaufen sie 9 Entwicklungsstadien.
Interessant ist, daß die Eier gefressen werden, wenn die Elterntiere sie finden. C. Jap. lebt in fließenden Gewässern, so daß die Eier in der Natur nach dem Abwerfen sofort aus der Nähe der Elterntiere gebracht werden.

larven_mikroskop_aufnahme

Futter: Hauptsächlich pflanzliche Kost. Detrius, Algen abweidend (auch Fadenalgen!). Frostfutter wie Artemia, rote Mueckenlarven, Moina, Bosmiden, Trockenfutter. Lebendfutter so es vor den Garnelen nicht flüchten kann. Lebende rote Mückenlarven wurden gefangen und dann innerhalb einer Stunde vertilgt.



Diese Zusammenstellung © 1998-2001 by Harry Siegel